Lupe [Pffft-Story]

Hier meine Pfft-Story (aus einer Zeit, als 17″ einen richtig großen Bildschirm beschrieb):

Wir hatten für einen Produktionsleiter eine recht komplexe View erstellt, die Stücklisten und Arbeitspläne in einer vom Kunden gewünschten Art auflöste. Ziel war die Bereitstellung in einem Excel-Sheet. So weit kein Problem! Wie man sich denken kann, hatte dieses Excel eine recht ordentliche Anzahl von Spalten und natürlich im Regelfall viele Zeilen. Dem Produktionsleiter wird schließlich im Rahmen eines Workshops das Ergebnis vorgeführt. Das lief alles recht gut – auch wenn beim P-Leiter nur begrenzte Anwenderkenntnisse vorhanden waren – bis es um das Drucken ging. Druckbereich festlegen, Druckvorschau aufrufen . . . und dann nörgelt der Anwender, dass er auf der Druckvorschau ja gar nicht sehen kann, was nun auf das Papier kommen wird.

Naja, denke ich kein Problem und bitte den Herrn, mit dem Cursor (der ja als Lupe dargestellt wurde) die Vorschau zu vergrößern. Aber, anstatt zu klicken, beugt er sich vor, starrt sekundenlang intensiv auf den Bildschirm und sagt:

„Die Lupe ist aber schlecht! Ich kann nichts erkennen!“.

Diese Geschichte erzähle ich gerne, wenn ich junge Kollegen beim Thema UI und UX abholen will.

von Rolf